58: „Es ist Aufgabe der Führungskraft, dass Mitarbeitende Beruf & Familie leichter verbinden können.“ - Christian Rex
Shownotes
In dieser Folge sprechen Christian Rex und Victoria Knauer-Hansen über die Rolle des Menschen in der nachhaltigen Hotelführung. Im Gespräch wird deutlich, warum soziale Nachhaltigkeit im Alltag mehr ist als ein technischer Aspekt und wie Führung durch persönliche Haltung und gelebte Inklusion wirkt. Christian Rex teilt Erfahrungen aus seiner Karriere, berichtet von Herausforderungen beim Wechsel in eine neue Führungsrolle und erklärt, warum Beruf und Familie für ihn zusammengehören. Ein praxisnaher Einblick für alle, die nachhaltige Führung als unternehmerische Verantwortung verstehen.
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00:00:05: Herzlich willkommen bei GreenSignTalks, dem Podcast von uns für euch.
00:00:09: Wir sind Victoria Knauer-Hansen und Darlene Schwarzbroch und geben euch hier regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen der nachhaltigen Hospitality.
00:00:18: Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Zuhören!
00:00:21: Und jetzt geht's los... Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Green Sign Talks.
00:00:33: Mein heutiger Gast ist Christian Rex, Hoteldirektor im Schloss und Gut Liebenberg.
00:00:39: Herzlich Willkommen lieber Christian!
00:00:41: Schön dass du heute bei uns zu Gast bist.
00:00:45: Ja vielen Dank.
00:00:46: freue mich das ich dabei sein darf.
00:00:48: Für alle die dich nicht kennen würdest Du Dich einmal vorstellen?
00:00:53: Das mache ich gerne.
00:00:55: mein Name ist Christian Rex.
00:00:56: Ich bin Berliner bin ein forty-Jahre alt, habe nach dem Abitur eine Kochlehre im wunderschönen Hujus in Winterkondi bei Thomas Kammer ja gemacht und war die letzten elf Jahre zehn Jahre im Süden Brandenburg unterwegs.
00:01:18: Im Wunderschön Paulinenhof und bin jetzt seit einem Jahr in Liebenberg als Hoteldirektor.
00:01:29: Und Christian im Vorgespräch mit dir ist mir eine Sache ganz besonders nicht nur aufgefallen, sondern tatsächlich auch im Gedächtnis geblieben.
00:01:37: Wenn du über Nachhaltigkeit redest dann merkt man richtig dass die Menschen da einen ganz wichtigen Platz für dich haben.
00:01:45: Deshalb würde mich zum Einstieg interessieren wenn du heute am nachhaltigkeit denkst wann hat sich bei dir der Blick entwickelt das es dabei genauso um menschen wie um die Umwelt geht?
00:01:59: Ja, das ist eine schöne Frage.
00:02:03: Ich hatte immer schon, glaube ich, eine Leidenschaft für Qualität und das hat sich gerade auch durch meine Ausbildung in der Sternegastronomie sehr geschärft und habe dort über hochwertige Lebensmittel und hochwertiger Arbeit im Sinne von professionellem Handwerk dort einen sehr großen Anspruch entwickelt.
00:02:32: Und irgendwie hat sich das dann auch im Laufe meiner Karriere auf dieses soziale ausgewirkt, weil der Qualitätsanspruch an einen modernen und vernünftigen Arbeitsplatz in unserer Branche doch von jeder Station zu Station die ich in meiner Karrière hatte immer höher geworden ist.
00:02:53: Es kam immer wieder Erlebnisse dazu, wo ich gesagt habe wir müssen besser werden in der Branche.
00:02:59: Wir müssen dafür sorgen dass wir auch in der Hospitality Arbeitsplätze anbieten können wo Leute Mitarbeiter Lust drauf haben und wo wir moderne Arbeitsweisen anbieten können.
00:03:18: Und du hattest ja gesagt, du bist jetzt seit gut einem Jahr in deiner neuen Rolle im Schloss Liebenberg und ihr seid da gerade in einem Wandel bzw.
00:03:29: Du hast ganz viele Prozesse da auch neu angestoßen.
00:03:34: Wie bist du an die ersten oder wie bist du in den ersten Wochen an diese ganze Entwicklung herangegangen?
00:03:41: Also ging es dir zunächst darum das Haus kennenzulernen und vor allem die Menschen dahinter.
00:03:50: Ja, Liebenberg ist wahnsinnig umfangreich.
00:03:53: Vielleicht ganz kurz auch was ist Schloss und Gut-Liebenberg?
00:03:56: Wir gehören zur DKB Stiftung und betreiben hier in Liebenberg, also nördlich von Berlin ein Schlosshotel mit dreien Sechzig Zimmern, Taugungsräumen und einem historischen Ensemble Mit einem wahnsinnig schönen Schlosspark, eigenem Wald, ein schönes Seehaus und jede Menge alten Gebäuden mit Geschichte.
00:04:24: Und zusätzlich sitzt hier auch die DKB-Stiftung selber und betreibt den Gutsbetrieb.
00:04:33: Es galt in den ersten Wochen und ich würde sogar sagen Monaten und vielleicht das eine oder andere heute noch überhaupt erst mal das ganze Konstrukt zu verstehen.
00:04:43: Also ich bin am Anfang rumgelaufen, habe Türen aufgemacht und reingeguckt.
00:04:47: War verwundert erschrocken überrascht und das war so der erste Vorgehen überhaupt erst mal diese ganzen Strukturen kennenzulernen und da natürlich auch die Menschen, die dahinter oder davor stehen also dass ist ein bisschen zweischneidig gelaufen einerseits klar die Leute kennenlernen Das sind ganz schön große Haufen Leute, die hier rumspringen in den unterschiedlichen Gesellschaften auch.
00:05:15: Aber natürlich zu verstehen wie hier gearbeitet wird.
00:05:21: Und was hat es persönlich mit dir gemacht?
00:05:24: Also ich kann mir vorstellen man hat ja dann seine Art wie man entsprechend mit den Mitarbeitenden umgeht.
00:05:31: Musstest du das in der jetzigen Position nochmal überdenken oder vielleicht sogar verändern?
00:05:39: Das muss sich tatsächlich verändern.
00:05:41: Ich komme aus einem sehr kleinen Team im Paulinenhof, das schon ja sehr fortschrittlich unterwegs ist und... wo es ein großes Wir-Gefühl gibt, dass es hier auch gibt.
00:05:54: Aber halt jetzt viel größer und viel komplexer.
00:05:58: Und gerade diese Struktur mit der Stiftung, mit dem Gutsbetrieb... ...und letzten Endes auch dem Hotel das ich verantworte,... ...das muss man erstmal durchdringen und welche Beziehungen mit wem hat.
00:06:17: Das war eine große Herausforderung.
00:06:21: Wenn ich mich richtig erinnert, dann beschäftigt ihr ja auch Menschen mit Behinderung.
00:06:25: Das heißt euer Team ist ja gemischt.
00:06:28: hat sich dadurch für dich die Bedeutung von sozialer Nachhaltigkeit im praktischen Arbeitsalltag nochmal verändert?
00:06:39: Ja der Inklusionsaspekt hier in Liebenberg ist extrem spannend.
00:06:46: Ich habe mich in der Vorbereitung auf die neue Rolle damit versucht etwas auseinanderzusetzen, habe beispielsweise so ein Crash Course Gebärdensprache gemacht um die Kultur dahinter zu verstehen.
00:07:01: Was bedeutet das eigentlich Gehörlos zu sein?
00:07:04: Worauf muss man achten, um einfach irgendwie mal dann die Perspektive zu wechseln?
00:07:10: Hier angekommen ist dieses Thema Inklusion also im positiven Sinne nicht spürbar.
00:07:21: Also die Menschen mit Einschränkungen arbeiten nahtlos, mehr oder weniger im Team.
00:07:31: So dass es jetzt gar nicht so ein taktägliches Thema ist.
00:07:34: Natürlich muss man wissen das man für einen Abteilungs-Meeting dann eine Dolmetscherin oder ein Dolmärtscher mit dazu organisieren muss.
00:07:43: natürlich muss man irgendwie darauf auch ein Stück weit acht geben.
00:07:50: Aber das ist es wirklich für mich überraschende, dass Inklusion so unaufgeregt und selbstverständlich gelebt werden kann.
00:08:02: Und da hast du für dich selber also persönlich jetzt auch vielleicht im Privaten dadurch dein Blick auf das Ganze nochmal verändern können?
00:08:13: Ja total!
00:08:14: Also ich hatte vorher keine großartigen Beruhungspunkte mit Inklusion ehrlicherweise Und bin da wirklich, also das hat einen stückweiten Horizont eröffnet.
00:08:28: Den ich so bisher nicht kannte und den ich halt wirklich irgendwie total spannend und total... Also es fühlt sich einfach richtig gut an muss ich sagen.
00:08:37: Toll ja schön dass du die Erfahrung teilst.
00:08:40: Wir sind ja auch sehr engagiert in dem Inklusionsthema und es ist genauso wichtig, dass die Unternehmen, die das leben und natürlich auch umsetzen.
00:08:50: Auch über ihre Erfahrungen reden können und demnach ist es immer sehr erfrischend wenn man dann jemanden wie dich sprechen hört der sagt Das ganze kann auch positiv laufen und vor allem auch erfolgreich sein.
00:09:01: Christian neben deinen ganzen beruflichen Aufgaben und der Rolle die du da einnimmst bist Du ja auch Papa Und du hast auch da in unserem Vorgespräch gesagt, dass Führungskräfte die Aufgabe haben, Wege zu finden, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren.
00:09:18: Auch dieser Satz ist mir besonders im Kopf hängen geblieben nicht nur weil ich Mama bin sondern weil es natürlich auch so ein bisschen für die Zeit in der wir leben und arbeiten spricht.
00:09:28: Woher kompetiert diese Einstellung?
00:09:30: Ist es tatsächlich seit du selber Papa bist oder hattest du da auch im Vorfeld schon Erfahrungen mit Mitarbeitenden wie Eltern waren.
00:09:38: Das hat sich bei mir tatsächlich mit meinem Start als junger Hoteldirektor im Paulinhof entwickelt.
00:09:44: Ich habe zu der Zeit in Charlottenburg, in Berlin gewohnt und bin jeden Tag eine knappe Stunde daraus gependelt... ...und ne knappe stunde wieder zurück.
00:09:53: und das war mein... Anspruch damals, das Unternehmen so digital wie möglich aufzustellen.
00:09:59: Das war im Jahr zwei Tausend Fünfzehn, sodass ich vielleicht nicht für jedes Meeting vor Ort sein musste sondern auch viel von zu Hause machen konnte.
00:10:08: und darüber hat sich das entwickelt dass ich gesagt habe naja ist ja schön dass ich mir diesen Luxus als Chef erlauben kann aber mein Team ganz viele junge Mütter haben ja das gleiche Problem.
00:10:21: Auch die gerade im ländlichen Raum müssen ihren Arbeitsalltag irgendwie mit der Familie unter einen Hut kriegen.
00:10:29: Und auch die müssen fahren und vielleicht auch mehr als zwanzig oder dreißig Kilometer zur Arbeitsstelle, und da wäre es doch super wenn wir da Möglichkeiten schaffen dass auch eine Restaurantleiterin beispielsweise Home Office machen kann und sich zu einem Abteilungsleiter im Meeting einfach per Kamera dazuschaltet.
00:10:47: Eine Stunde Meeting macht sich dann wieder ausstempelt und sich wieder zurück um die Familie kümmert.
00:10:53: Und diese ganzen Fahrzeiten beispielsweise schon mal spart, die dann der Familie wieder zugutekommen.
00:10:59: Das ist eines meiner Lieblingsthemen ganz klar das nehme ich auch so ein bisschen sportlich weil natürlich immer drüber steht naja der Kellner muss ja am Gast sein, er kann keinen Home Office machen, der Koch kann ja nicht zu Hause auf der Couch die Kartoffeln schälen.
00:11:14: Das stimmt!
00:11:15: Aber ich bin davon, und ich habe es in vielen Gesprächen schon immer wieder gesagt.
00:11:21: Ich bin zutiefst davon überzeugt dass es in jeder Position im Hotel kleine Bausteine gibt die man flexibilisieren kann, die man ortsunabhängig machen kann Und die man so gestalten kann Dass der Mitarbeiter das ein bisschen besser mit seiner Familie hinkriegt Das klappt nicht immer und das klappt auch nicht selbstverständlich aber ist doch meine Pflicht als Chef oder Führungskraft dafür zu sorgen, dass wir so viele wie möglich von diesen kleinen Bausteinen herausarbeiten und unseren Mitarbeitenden zur Verfügung stellen an die Hand geben um das Ganze irgendwie einfacher
00:12:01: zu machen.
00:12:04: Ja also ganz toll!
00:12:07: Viele junge Menschen, die schauen ja tatsächlich nicht nur nach Arbeitsplätzen.
00:12:12: Die sehr modern gestaltet sind sondern streben mir auch eine Karriere an und in den meisten Fällen ist es ja das viele sagen ich möchte auch mal ein Hotel leiten oder führen und Verantwortung übernehmen.
00:12:25: gibt es etwas dass du jungen Menschen heute als Rat mitgeben würdest könntest was die moderne Hotellerie betrifft?
00:12:35: also worauf sollte man sich vorbereiten?
00:12:37: sowohl vielleicht fachlich, aber vielleicht auch persönliches Skills die man damit bringen muss oder sollte?
00:12:47: Also unsere Branche bietet jungen Menschen glaube ich sehr sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und auch extrem schnelle Entwicklungs Möglichkeiten wenn man Bock hat.
00:13:03: Das kann ich so aus meiner Karriere mitgeben.
00:13:06: als sich damals mich für die Kochlehre entschieden habe, war ich weder in meinem Leben in einem Fünf-Sterne Hotel gewesen noch im Sternerestaurant.
00:13:15: Meine kulinarische Erfahrung war wenn unsere Eltern nicht zu Hause waren dann hab von uns drei Brüdern ich das Essen, das vorbereitete Warm gemacht.
00:13:25: also ich war jetzt nicht der leidenschaftliche Hobbykoch der dann irgendwie das ganze zum Beruf gemacht hat und ich habe mich darüber Stück für Stück in die Position gearbeitet, in der ich jetzt bin.
00:13:41: Und das kann ich jungen Menschen nur mitgeben und sich da wirklich auch... Also man muss schon Bock haben!
00:13:50: Man kann wenn man ein bisschen mehr macht als alle anderen sehr viel erreichen und kann überall auf der Welt mit unserer Ausbildung tolle Positionen einnehmen.
00:14:03: Und das auch schon in ganz, ganz jungen Jahren.
00:14:05: Ich bin Küchenchef geworden.
00:14:06: da war ich, ich glaube, vierundzwanzig.
00:14:11: Danach nach drei Jahren habe ich einen großen Biergarten geleitet.
00:14:13: Da war ich siebenund zwanzig und hatte plötzlich über hundert Mitarbeiter.
00:14:16: Dann bin ich mit dreißig Hoteldirektor geworden, hab einen Hotel selber gestalten dürfen von der ersten Baustelle bis zehn Jahre danach leiten dürfen.
00:14:32: Und ich bin Koch, also ich habe keine Hotelfachschule besucht und keine BWL studiert.
00:14:39: Ich bin gelernter Koch und das ist sozusagen der Rat den ich mitgebe.
00:14:46: Kniet euch rein macht ein bisschen mehr und dann kann das auch was richtig Gutes werden.
00:14:54: Das kann ich total unterschreiben.
00:14:56: Ich erinnere mich noch, als ich dann... oder das war im Jahr zwei Tausendfünf bis zum Jahr acht diese Ausbildung gemacht habe zur Hotelfachfrau und das was mich so gereizt hat auch an der Hotellerie vor allem war dass ich wusste die Welt steht mir offen.
00:15:09: also ich kann eigentlich überall in der welt arbeiten und verschiedene kulturen kennenlernen und mein Horizont erweitern ... hungrige Gefühl nach.
00:15:21: Ich möchte was erleben und ich möchte wirklich auch irgendwie, ja... Gästen und Menschen was Gutes tun.
00:15:27: Ich glaube, das ist nach wie vor heute genauso wichtig um auch dann seine Entwicklung da machen zu können.
00:15:34: also ja ich würde es genauso unterschreiben du hattest ja oder beziehungsweise anders gefragt wenn du uns nochmal einen kleinen Einblick auch in euren Arbeitsalltag erlauben würdest das Thema Mitarbeitende noch mal gerade Heute Die Wertschätzung, ein Riesenthema innerhalb von Leadership oder Management Aufgaben.
00:15:56: Und ich denke auch das ist gar nicht so viel anders als es vor vielen Jahren war aber man bekommt ja eine andere Formulierung bzw Wahrnehmung aufgrund der Themen die jetzt links und rechts noch stattfinden.
00:16:09: Wie nimmst du das bei dir beziehungsweise bei euch war?
00:16:12: Also was macht ihr, um den Menschen wirklich auch das Gefühl zu geben hey wir sehen euch.
00:16:18: Wir wissen was ihr leistet und das wird auch anerkannt bzw kommuniziert.
00:16:28: also man muss miteinander reden.
00:16:30: Kommunikation ist natürlich die große Voraussetzung.
00:16:37: da bin ich auch ganz ehrlich und ganz offen.
00:16:41: Da habe ich noch zu wenig in meiner aktuellen Aufgabe, zu wenig Kontakt mit meinem Team.
00:16:49: Da wünsche ich mir sehr viel mehr Zeit um da auch genügend Cafés mit Kollegen mal auf unserer wunderschönen Schlossterrasse trinken zu können und mal nicht nur zehn Minuten Hallo wie geht's dir?
00:17:02: Und wir haben dann eine Aufgabe die wir gemeinsam schaffen müssen sondern auch mal hinter die Kulissen zu horchen.
00:17:08: Da hoffe ich sehr, dass ich jetzt bald die Grundlagen hier so für meinen Tunen geschafft habe erledigt habe.
00:17:18: So dass ich dann auch wieder ein bisschen mehr Kapazitäten kriege um mich das Team noch mehr zu kümmern.
00:17:24: Das ist das worauf ich mich tatsächlich am meisten gefreut habe als ich hierher gekommen bin.
00:17:29: Um deine Frage noch zu beantworten Für mich es ist extrem wichtig und ich glaube Tour wandelt, den wir hier ein Stück weit gerade durch machen.
00:17:38: Dass Mitarbeiter selbstständig entscheiden!
00:17:44: Das ist für mich so enorm wichtig.
00:17:47: nur weil auf meiner Visitenkarte Chef draufsteht heißt es ja nicht dass ich irgendwie das allwissende Orakel bin.
00:17:55: Es heißt eigentlich nur dass im Zweifel ich den Kopf hinhalten muss.
00:17:59: insofern bin ich ein ganz großer Fan einer lebendigen Fehlerkultur.
00:18:04: Ich finde Fehler total gut, wenn wir offen darüber sprechen und irgendwie nicht darum streiten wer den Fehler begangen hat sondern was wir daraus lernen.
00:18:15: und da haben wir hier noch einiges vor uns so als Team und daraus abgeleitet ja auch.
00:18:24: Also feiere ich jede Nachricht, die ich kriege.
00:18:27: Herr Christian aus diesem Grund habe ich das entschieden.
00:18:32: Ich hoffe, dass war okay.
00:18:33: Viele Grüße!
00:18:34: Also es gibt ja durchaus Tage, wo ich nicht hier bin und das sind leider im Moment sehr viele, wo Ich nicht hier Bin weil ich an anderen Stellen gebraucht werde.
00:18:42: Und wenn ich dann nach diesem heißen Wochenende was wir oder an dem heißem Wochenende Was hinter uns liegt eine Nachricht kriege von einer kollege die eine Rezeption arbeitet und sagt Pass auf Christian!
00:18:52: Ich habe die erste und zweite Etage gesperrt dass da keine Buchungen reinkommen.
00:18:56: Die Zimmer sind zu warm.
00:18:57: Das habe ich jetzt so entschieden.
00:18:59: Schönes Wochenende So hab ich zurückgeschrieben.
00:19:01: alles richtig gemacht Vielen vielen Dank.
00:19:03: Hätte ich auch selber drauf kommen können, dass wir vielleicht die Zimmer sperren.
00:19:09: Weil wir keine Klimaanlage haben.
00:19:10: Hat die Kollegin entschieden?
00:19:12: War vorkommen richtig?
00:19:13: Alles super!
00:19:14: Und da finde ich ist so der größte Hebel in der Teamkultur das Entscheidungen getroffen werden mutig auch Entscheidungen offen miteinander kommuniziert.
00:19:30: und wenn man mal eine falsche Entscheidung getroffen hat, dann gibt es dafür auch eine Manöverkritik.
00:19:37: Und dann wissen hoffentlich alle dass es beim nächsten Mal vielleicht anders entschieden wird.
00:19:42: Anders mache ich's ja auch nicht!
00:19:44: Ich sage immer zu meinem Team wir haben doch alle oben so einen Kopf drauf geschraubt und damit kann man entscheiden macht das doch bitte sprecht drüber fragt vorher alle, die ihr irgendwie zur Beratung oder zur Entscheidung mit dazu nehmen könnt und dann entscheidet ihr bitte.
00:20:02: Weil anders mache ich es ja auch nicht!
00:20:04: Auch ich frage meinen Team, auch ich fraGE meinen Chef, auch Ich fraGE wen auch immer und komme dann zu einer Entscheidung Und die ist mal richtig und die ist auch mal falsch.
00:20:17: nur wenn wir offen darüber sprechen können wir daraus lernen und besser werden, und können auch das Team insgesamt festigen.
00:20:23: Und dann laufen die alle ein bisschen gerade und ein bisschen stolzer und haben alle so auch das Gefühl mitzustimmen.
00:20:32: Das halte ich für extrem wichtig, dass Entscheidungen größer getroffen werden und nicht nur aufgrund der Positionen, die auf der Visitenkarte steht.
00:20:43: Ja toll, also vielen Dank für den Einblick und ja hoffe ich dass da viele die zuhören das auch für sich vielleicht mit aufnehmen das so zu machen.
00:20:55: Zum Abschluss lieber Christian nochmal ein Blick in die Zukunft.
00:21:00: wenn wir uns vorstellen dass wir in zehn Jahren über deine Zeit im Liebenberg sprechen was würdest du dir wünschen woran sich die Menschen erinnern?
00:21:15: Da sprich ich zurück, als ich nach gut zehn Jahren den Paulino verlassen habe.
00:21:20: Muss ich sagen war das ein unfassbar emotionaler Punkt in meinem Leben wo wir auch als Familie, wir hatten vorhin darüber gesprochen dort ja wirklich sehr traurig waren dort zu gehen weil wir halt einen Teil dieser Paulino-Familie waren.
00:21:41: und dass wäre der Wunsch zehn Jahren, dass wir hier eine Kultur haben oder das ich auch hier so angekommen bin.
00:21:51: Dass wir als Team so stark sind und gemeinsam aufeinander aufpassen und gemeinsam hier was ganz ganz Tolles verändert haben oder einen ganz ganz tollen Ort weiterentwickelt haben Verantwortung auch in der Region übernommen haben, als gutes Beispiel voranzugehen.
00:22:21: Und hast du dann abschließend vielleicht auch noch den einen oder anderen Wunsch für alle Kollegen und Kolleginnen in der Hotellerie beziehungsweise vielleicht auch für die Hotellerieselber?
00:22:32: Da würde ich jetzt gar nicht auf zehn Jahre blicken weil ich glaube das ist in der heutigen Zeit unmöglich.
00:22:36: aber sagen wir für die nächsten drei Jahre.
00:22:41: Wir müssen gemeinsam besser werden.
00:22:45: Ich finde wir sind da auf einem ganz guten Weg, dass die Einzelkämpfer und die Ellenbogen-Mentalität etwas zurückgegangen ist.
00:22:55: Wir müssen gemeinsam dafür sorgen das wir das Image der Branche voranbringen, dass wir spannend werden also noch spannender werden für junge Leute weil das ist die Zukunft unserer Branche tolle neue schlaue Leute in die Branche zu kriegen.
00:23:13: Und ich hoffe, dass wir da gemeinsam die guten Beispiele hervorheben und nicht immer nur auf dem schlechten herum hacken.
00:23:25: Wir müssen auch aus der Branche heraus, wenn man in die Politik guckt... ...wir müssen viel mehr das Gute feiern was funktioniert als ständig auf dem was nicht funktioniert rum zu hacken.
00:23:39: Ich glaube dann haben wir schon ganz viel geschafft.
00:23:43: Ja, das sind ganz tolle Abschlussworte.
00:23:46: Ich wünsch dir lieber Christiane ganz viel Erfolg weiterhin in deiner Position und für euer Team!
00:23:52: Liebe Grüße an der Stelle und genau ich hoffe euch hat die Folge gefallen und wünsche euch jetzt eine ganz toller Sommerzeit.
00:24:01: Bleibt gesund, eure Victoria.
00:24:08: Das war GreenZone Talks – der Podcast des GreenZon-Instituts.
00:24:12: Wenn dir diese Folge gefallen hat, denk unbedingt dran unseren Podcast zu abonnieren und ihn deinen Kollegen und Freunden zu zeigen.
00:24:19: Du findest uns außerdem auf LinkedIn und Instagram und erreichst uns jederzeit per E-Mail unter infoatgreensign.de.
00:24:26: Bis zum nächsten Mal bei Greensign Talks und hab eine schöne Woche!
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